Die Tallinner Altstadt mit Geschichten.

Die Tallinner Altstadt überrascht uns mit einer reichen Geschichte. Hier kann ich Ihnen allerlei von der damaligen Lebensweise, den Gesetzen, und von bemerkenswerten Persönlichkeiten und Ereignissen erzählen. Es gibt auch reichlich Legenden und Schauergeschichten über die Altstadt. Wir spazieren auf dem Domberg und in der Unterstadt, bis zum historischen Markt. Ein Katzensprung von da sind die Ruinen des Dominikanerklosters, da könnte ich für Sie Gesänge der Mönche bei Fackellicht bestellen, und einen Klosterschnaps dazu.

Führung zu Fuß, drei Stunden. Das Konzert  dauert eine halbe Stunde.

Auf den Spuren von Bernt Notke – in der Heiligengeistkirche und in der Nikolaikirche.

Im Jahr 2009 sind 500 Jahre seit Bernt Notkes Tod vergangen, einer der berühmtesten mittelalterlichen Künstler in Nord-Europa. Er wirkte hauptsächlich in Lübeck und leitete dort eine große Werkstatt. Sein Ruf reichte aber weit über die Grenzen seiner Heimatstadt hinaus und er hatte Aufträge aus vielen Ostseestädten, darunter auch aus Tallinn. So kann unsere Stadt rare Kunstwerke aus seiner Werkstatt zeigen – den Flügelaltar in der Heiligengeistkirche und ein Fragment seines Totentanzgemäldes.

Sollten Sie Interesse an seinem Leben und Schaffen haben, kann ich Sie in die Nikolaikirche und Heiligengeistkirche begleiten.

Zu Fuß, Dauer zwischen zwei und drei Stunden.

Der aristokratische Domberg mit dem Dom.

Sollten Sie sich auch für das Leben der Deutschbalten und ihre Bedeutung in den vergangenen Epochen interessieren, so könnten Sie sich auf den Domberg konzentrieren. Einige Stichwörter: der Deutsche Orden, das Haus der Ritterschaft, Dienst an der Heimat, die Ritter- und Domschule, der Dom mit über 100 Wappen der Adelsfamilien (http://www.eha.ee/vapid/), berühmte Feldherren und Admiräle unter Deutschbalten, die deutschen Pastoren in Estland, der Streit zwischen der oberen und unteren Stadt, das Denkmal für das Baltische Regiment im Estnischen Freiheitskrieg, die Umsiedlung usw.

Zu Fuß, wenigstens zwei Stunden Zeit.

Die hanseatische Unterstadt – der Alltag im Mittelalter.

Tallinn entstand als unabhängige Stadt der Kaufleute und Handwerker um den ehemaligen Handelsplatz zwischen dem Hafen und dem Domberg. Ab 1248 galt in der Unterstadt das Lübische Recht nach Lübecker Vorbild. Was hat dieses Recht erlaubt und verboten, wie lebten damals die Kaufleute, die Handwerker, die einfachen Leute, die geflohenen Leibeigenen, die Deutschen und „Undeutschen“. Wie war das Berufsleben in Zünften und Gilden organisiert, welche Feste feierten sie, was aßen und tranken sie damals, welche Kleider trugen sie, wie war die medizinische Versorgung und die soziale Fürsorge.

Zu Fuß, Zeit je nach Interesse und Möglichkeit. Wir können während der Führung auch Kirchenbesuche machen, eine Kaffeepause einlegen, das Rathaus ansehen, ein mittelalterliches Kaufmannshaus besuchen. Ganz nach Ihren Wünschen!

Die Sowjetzeit in Tallinn.

Estland war nach dem Kriege bis 1989 besetzt. Damals wurde ich, Kadri Tähepõld, vierzig Jahre alt. Ich arbeitete längst als Deutschlehrerin und Reiseleiterin, erzog meinen Sohn und da ich nicht in der Kommunistischen Partei war, hatte ich keinerlei Privilegien, keine Reisemöglichkeiten, keine Wohnung, kein Auto … Aber wir hatten die drei finnischen Fernsehprogramme, wir hatten Eltern und Großeltern, die andere Zeiten gekannt hatten, Verwandte im Westen und Besucher … Von all dem und von vielen Kuriositäten dieser Zeit kann ich erzählen.

Auch hat Tallinn viele Bauten aus dieser Zeit – großzügige Häuser aus Stalins Zeit,  winzige Wohnungen aus der Ära Chruschtschows, die Halbinsel Kopli mit Hütten für die Arbeiterklasse, das Gefängnis für politische Gefangene in der alten Seefestung – wir könnten sie ansehen. Ich berichte über die Boykott-Olympiade in Moskau 1980 mit Segelregatta in Tallinn, das KGB Gebäude in der Altstadt, die Plattenbaubezirke, die „singende Revolution“ usw.

Wählen Sie, wie Sie fahren wollen, vielleicht mit der Straßenbahn?  Dauer drei Stunden.

Die Holzarchitektur in Tallinn.

Die Geschichte der Holzarchitektur in Tallinn ist vielfältig. Wir haben aus Holz stolze Villen, Bahnhöfe, Badesalons, Sängerfestbühnen, Mehrfamilienhäuser und natürlich auch Armeleuteviertel gebaut. Es ist eine Besonderheit Tallinns. Von 1704 bis1749 galt in Russland, also auch in Estland,  das Verbot Steinhäuser zu bauen  Damals wurde die neue Hauptstadt St. Petersburg errichtet und dort wurden Steine gebraucht. Im 19. Jahrhundert begann man in Europa Holzhäuser mit feinen Holzschnitzereien zu verzieren. Auch in Estland wurde der neue Baustil  als Holzbaustil bekannt. Sie können sie hier bewundern sowie Mehrfamilienhäuser aus Holz aus den 20er Jahren, als die junge Estnische Republik noch arm war und Holz ein preiswertes Baumaterial.

Wählen Sie ein Fahrzeug! 3 Stunden Zeit.

Die Café- und Marzipan-Tour.

Ich würde gern Ihnen drei Cafes im unterschiedlichen Stil in der Tallinner Altstadt zeigen und zum Schluss können Sie dann im Tallinner Marzipanmuseum Ihre eigene Figur bemalen. Eine Legende erzählt von einem Gesellen aus der Ratsapotheke (der ältesten funktionierenden Apotheke in Europa), der habe Marzipan damals als Heilmittel hergestellt. Auch dunkle, bittersüße estnische Schokolade und andere Süßigkeiten aus der Produktion der lokalen Süßwarenfabrik Kalev begeistern jedermann. Für Liebhaber handgefertigter Pralinen hat das Schokoladenhaus im Weckengang das beste Angebot der Stadt. Auch da kommen dann wir vorbei.

So ist die Führung bequem – ein bisschen Geschichte und Kultur mit Pausen. Wir beginnen auf dem Domberg und schlendern durch Gassen bis zum Rathausplatz.

Zu Fuß - drei Stunden Zeit.

Die Einkaufstour.

Ich leiste Ihnen gern Gesellschaft beim Einkaufen und sollten Sie einen Einkaufszettel mitbringen, so zeige ich, wo Sie die gewünschten Sachen finden. Anderenfalls erkläre ich gern, wo es die landestypischen Sachen gibt, wie z.B. authentisches traditionelles Handwerk, estnische Musik und Filme, gute Bücher, Druckgrafiken, handgefertigte Schmuckstücke, bunte Glaswaren und Feinkeramik. Wenn Sie möchten, können wir auch einige Künstler in ihren Ateliers besuchen, dann muss ich aber vorher einen Termin ausmachen.

Die Tallinner Häfen.

Tallinn ist eine Hafenstadt und diese geografische Lage hat sie für viele Eroberer begehrenswert gemacht. Die Fremdherrscher haben auch meistens Häfen angelegt und so können Sie heute noch einige davon besichtigen. Am interessantesten ist es vom Wasser aus. Sollten Sie mit einer größeren Gruppe nach Tallinn kommen, kann ich ein Boot bestellen.

Falls wir an der Anlegestelle bei der Stadthalle an Bord gehen, sehen Sie als erstes die vergitterten Fenster des Gefängnisses in der ehemaligen Seefestung aus dem 19. Jh. (http://www.patarei.org/pildid/DSC_9122.jpg). Als nächstes segeln/kommen wir an den Hangars für Wasserflugzeuge vorbei, wo im Jahr 2011 ein Teil unseres Schifffahrtmuseums untergebracht werden soll – z.B.das U-Boot „Lembitu“, der dampfbetriebene Eisbrecher „Suur Tõll“ und anderes (http://www.ecce.ee/de/hangars). Wir passieren den Peter-Hafen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, den Minenhafen (http://on-line.msi.ttu.ee/miinisadam/), wo unsere Kriegsschiffe, sowie die NATO-Schiffe anlegen, den Hundipea-Hafen, den Handelshafen in Paljassaare und den verlassenen alten Kalasadam-Hafen (http://www.online.ee/~peeprada/location/kalas1.html), den Lieblingsort der Taucher.

Unterwegs kann ich Ihnen etwas über die Geschichte dieser Häfen erzählen, sowie über ihre Gegenwart und Zukunft. Luftfotos unter:

http://www.taevapiltnik.ee/?op=body&id=18&imp=1&keyword=sadam#images

 

 

 

Wählen Sie ein Boot und haben Sie drei Stunden Zeit.




 

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